Mitteilung

 

Vortrag über die Neugestaltung des Kirchvorplatzes

der Sankt-Anna-Kirche in Sulzbach.

Seinerzeit wurde die Kirche vom berühmten

Architekten Emanuel Joseph Herogoyen

Ende des 18. Jahrhunderts geplant.

Die städtebauliche Situation im Umfeld

der Kirche, insbesondere die den Verkehrsanlagen

zum Opfer gefallene Treppe,

wurde gestalterisch aufgewertet.

Am Mittwoch, den 27.09.2017, fand die Veranstaltung

statt und wurde von den Mitgliedern und Freunden

des A'burger AIV's gut besucht.

Hier ein paar Bilder der Veranstaltung:

 

Einige Teilnehmer der Veranstaltung auf dem neu

gestalteten Kirchvorplatz.

 

 

Unsere 2. Vorsitzende eröffnet die Veranstaltung.

 

 

Die Vortragenden erläutern ihre Gedanken ....

 

 

Unser Dank gilt allen die diese interessante Veranstaltung ermöglichten.

 

 

 

1. Aschaffenburger Wohnungsbauforum am 30. November 2016

in der Aula der Hochschule Aschaffenburg

 

der Moderator der Veranstaltung Herr Armin Eisert

 

Gut besucht war die Veranstaltung, die Aula war mit ca. 100 Besuchern fast komplett besetzt.Moderiert von Armin Eisert, dem früheren IHK-Geschäftsführer, beleuchteten vier Fachleute das Thema in jeweils einem kurzen Referat. Architekt Stefan Seitz stellte die Quartiersentwicklung im Stadtteil Damm vor, der Leiter des städtischen Planungsamts, Dirk Kleinerüschkamp, erklärte bis zum Jahre 2030 sind ca. 4000 Wohnungen im Stadtgebiet zu realisieren. In erster Linie wolle die Stadt vorhandene Baulücken schließen, davon gebe es ca. 750 Möglichkeiten, die so entstehende Baulandfläche betrage ca. 40 Hektar! Herr Dr.-Ing. Stefan Kempf bemerkte durch die Vielzahl von Vorschriften und Spielregeln ist die Balance zwischen ordentlichem Qualitätsbau und möglichst geringen Baukosten schwierig geworden. Als grundsätzlich sinnvoll bezeichnete Landschaftsarchitekt Günter Vogt die Nachverdichtung im Stadtgebiet. Dabei dürfe man aber die ökologischen Aspekte nicht außer Acht lassen.
In der anschließenden Diskussion gab es lebhafte und auch sehr unterschiedliche Anregungen.
Am Ende der Veranstaltung wurde eine Neun-Punkte-Erklärung vorgestellt, die künftiges Wohnen in Aschaffenburg beschreibt. Hier sinngemäß einige Auszüge,
Wohnungsbau sei eine Daseinvorsorge, sie sollte auf Dauer angelegt sein, nachhaltige Baustoffe sind zu verwenden, eine beuliche Nachverdichtung sei der Erschließung neuer Flächen vorzuziehen, aber mit Blick auf die ökologischen Auswirkungen, die unzähligen Gesetze und Normen sind einzudämmen, daher müssen Politik, Stadtplaner, Architekten, Investoren und das Handwerk eng zusammenarbeiten.

das Podium besetzt mit, von links nach rechts, Herr Bernhard Keßler, 1. Vositzender, Moderator Herr Eisert, die Referenten Architekt Seitz, Stadtplaner Dirk Kleinerüschkamp, Tragwerksplaner Dr.-Ing. Stefan Kempf und Landschaftsarchitekt Günter Vogt

 

Hier ist der Originaltext der Erklärung des AIV A'burg anlässlich
des 1. Wohnungsbauforums am 30.11.2016 hinterlegt!

 

 

Baustellenbegehung am 30. März 2016

Neubau Linde Hydraulics

 

Der AIV hatte eingeladen ca 30 Mitglieder und Besucher

nahmen daran teil und verfolgten mit großem Interesse

den Ausführungen des Referenten Herrn Frank Welzbacher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ingenieurmodellen im Schloss am 25.11.2015

sowie am Samstag und Sonntag den 28. + 29. 11. 2015.

Bei der Auftaktveranstaltung erschienen ca. 45 Mitglieder und 

Interessierte, sie lauschten den beiden Vorträgen und besichtigten

 

 

 

 

 

 

 

Vortrag und Ausstellung von Architektur- und

Ingenieurmodellen im Schloss am 25.11.2015

sowie am Samstag und Sonntag den 28. + 29. 11. 2015.

Bei der Auftaktveranstaltung erschienen ca. 45 Mitglieder und 

Interessierte, sie lauschten den beiden Vorträgen und besichtigten

anschließend die über 40 verschiedenen Modelle im Turmzimmer. 

Weitere 55 Personen nutzten am folgenden Wochenende die

Möglichkeit der Modelbaubesichtigung.

 

 

 

 

 

 

Baustellenführung Bahnkonversion Aschaffenburg

am Mittwoch den 30.09.2015,

ca. 40 Besucher nahmen an der Veranstaltung teil.

Unter den fachkundigen Erläuterungen der Herren Kleinerüschkamp,

vom Stadtplanungsamt der Stadt Aschaffenburg, Herrn Hörnig, von der

gleichnamigen Bauunternehmung, sowie vom Bauleiter vom

Planungsbüro Obermeyer aus München wurden den aufmerksamen

Teilnehmern die Planungsgeschichte, die aktuelle Gegenwart und

die endgültige Bauausführung vorgestellt.

Bei der anschließenden Baustellenbegehung wurde der 2. Bauabschnitt

vom Dammer Tor Carre, das Hotel B&B sowie die Bahnparallele

bis zum Kreisel auf der Dämmerseite besichtigt.

 Blick auf den zweiten Bauabschnitt vom Dammer Tor Carre

 

Ein Teil der Besuchertruppe mit der BOS/FOS im Hintergrund

 

Unterwegs auf der zukünftigen Bahnparallele

 

 

 

 

 

 

Besuch auf der Gartenschau in ALzenau durch den AIV-A'burg

Am Mittwoch, den 24. Juni 2015 führte Herr Dr. Neumann

ca. 25 AIV Mitglieder über das Gelände der Gartenschau in Alzenau.

 

in Bildmitte unser Vorsitzender Herr Keßler bei der Begrüßung der Mitglieder und Gäste

 

 

die Stadt Alzenau von oben mit dem Gelände der Gartenschau

 

Unsere Jahrehauptversammlung

fand am Mittwoch, den 25.02.2015 im

Quartiersgebäude im Hefner-Alteneck-Viertel statt.

Die Vorstandschaft begrüßte 25 Vereinsmitglieder und eine

interessierte Person, dies entsprach bei aktuell 42 Mitgliedern

einem Anteil von 60 %. Darauf sind wir stolz und zeigt das

Interesse an diesem jungen Verein.

Der 1. Vorsitzende Herr Keßler begrüßte die Besucher,

die Beschlußfähigkeit wurde festgestellt.

Der Bericht des Vorstandes wurde von Herrn Kleinerüschkamp vorgetragen,

insgesamt wurden im Jahre 2014 drei jeweils gut besuchte

Veranstaltungen durchgeführt.

Herr Vogt erläutert seinen Bericht über die Finanzen des Vereins.

Die bestellten Kassenprüfer, Herr Kampfmann und Herr Picker

bestätigten die korrekte Führung der Kasse.

Der Schatzmeister wurde ordnungsgemäß entlastet.

Das Jahresprogramm 2015 wurde vorgestellt, weitere

Informationen stehen unter der Rubrik 'Programm'.

Über die Veranstaltungen für 2016 wurde diskutiert,

Verleihung AIV-Preis

Besichtigung Römerberg in Frankfurt

Ortskernumbau in Goldbach

Hochwasserschutz in Miltenberg

Neubau Bundesautobahn A3 über den Spessart

eine Tagesexkursion, Vorschlag von Hr. Arch. Bauer

u.a.

Anträge von Seiten der Mitglieder lagen nicht vor.

Der 1. Vorsitzende beendet die Sitzung um ca. 19:45 Uhr.

 

 

Anschließend erläuterte Herr Arch. Hessberger die planerische

Entstehung des Quartiersgebäudes im Hefner-Alteneck-Viertel

und führte uns dann durch das Gebäude.

Der AIV bedankt dafür bei Herrn Hessberger.

 

 

Besichtigung der Grünbrücke über die Ringstraße im Bereich

zwischen Fasanerie und Großmutterwiese.

 

Der AIV hatte am 25.09.2013 zur Besichtigung eingeladen und es kamen

ca. 80 Personen. Hr. Vogt, vom zuständigen Planungsbüro Trölenberg und

Vogt, führte die Gruppe über das Baufeld und erklärte, die Geschichte von diesem

ehemalgen Waldgebiet welches bis an die Stadt heranreichte, sowie die

derzeitige Realisierung der zukünftigen Grünanlage.

14 000 Quadratmeter umfasst die Fläche der Grünbrücke zwischen den Waldrändern der Großmutterwiese und der Fasanerie. Die Gestaltung kostet 1,2 Millionen Euro, 400 000 davon trägt die Stadt (Stand 2010).
• 142 Bäume sind zu pflanzen, viele mit Hochstamm, und zwar so, dass sich sonnige und schattige Bereiche ergeben. Der Wechsel von Wald, Wiesen und Hainen mache die Grünbrücke reizvoll, sagte Vogt.
• Vier Wege erhalten eine Asphaltdecke: die beiden Hauptwege entlang der Waldränder beiderseits der Grünbrücke, der Gehsteig, der am nördlichen Ende (Deutsche Straße) noch fehlt, und der Hauptweg, der die Kastanienallee der Großmutterwiese in gerader Linie über das Südende der Grünbrücke in die Fasanerie fortsetzt.

• Drei Wege mit wassergebundener Decke führen diagonal über die Grünbrücke. Ausgerichtet sind sie auf die häufigsten Ziele neben der Fasanerie und die dortigen Bushaltestellen: Herz-Jesu-Kirche und Caritas-Pflegeheim St. Elisabeth, Österreicher Kolonie und Kronberg-Gymnasium, Lindenallee und Dalberg-Gymnasium, Planschbecken, Boule- und Spielplatz auf der Großmutterwiese, Innenstadt (über Großmutterwiese oder Lindenallee) und Oststadt (Bismarckallee).
• Alle Wege sind drei Meter breit, damit Fußgänger, Radler, Skater und Jogger gut miteinander auskommen. Die Hauptverbindungen werden nachts beleuchtet.
• Drei Plätze sind vorgesehen: ein ruhiger Platz am Seniorenheim; ein zweiter an einer Wegekreuzung, umgeben von einem Hain aus neun verschiedenfarbenen Fliedern; ein großer mit 600 Quadratmetern an der höchsten Stelle direkt am südlichen Hauptweg - mit Pergola sowie Sitzmauern und Bänken, die sich auch an den anderen Plätzen und Wegen finden.
• 2500 Quadratmeter Straße sind bereits entsiegelt: die Spange des Wittelsbacherrings, die 1972 als Verbindung zwischen Schießhausbrücke und Deutsche Straße entstanden war.
• Zwei Details zur Großmutterwiese: Der zugewucherte Hannewackeldudelsee soll entsumpft und sichtbar werden. Freilegen lässt das Gartenamt im Wäldchen der Großmutterwiese auch den verrohrten Bach aus dem Kühruhgraben, der den See speist.

...... auf dem provisorischen Podest aber mit viel Fachkunde erläutert Hr. Vogt den Planungsstand ...

 

.

.... und hier an Hand des Gesamtplanes.

 

..... der zukünftige Platz der zum Verweilen einladen soll, an der am höchsten gelegenen Stelle, im Entstehen..

 

....  so stellt man ihn sich vor, im fertigen Zustand in der nahen Zukunft....

 

.... ein anderer Ruheplatz mit 9 verschiedenfarbenen Fliedern.

 

 

Thementag "Großprojekt Logistikzentrum"

Am Mittwoch den 12.06.2013 besichtigten AIV-Mitglieder und die Bayerische Ingenieurekammer-Bau 

den Neubau des Logistikzentrums der Firma DEPOT in Niedernberg.

 

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen klicken Sie bitte hier.

 

 

 

Ausstellungsbesuch

 

am Samstag, den 27. April 2013, im großen Sitzungssaal im Rathaus,

Herr Keßler referierte über den Realisierungswettbewerb der

Stadtbau Aschaffenburg im Hefner-Alteneck-Viertel.

Mittelfristig werden dort die Wohngebäude aus den

50 er Jahren zurückgebaut und durch neue ersetzt.

Herr Keßler erläuterte den ca. 15 Anwesenden Besuchern

die unterschiedliche Herangehensweise der renomierten

Büros an die gestellte Aufgabe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werkbericht IB Leiser

Climate Engineering Energiekonzepte

 

Am Mittwoch den 31.10.2012 hat der Architekten- und Ingenieureverein A'burg zu seiner

Herbstveranstaltung in die Aula der Hochschule eingeladen. 

Dipl.-Ing. Thomas Leiser, aus Würzburg, hielt einen Vortrag über nachhaltige Energiekonzepte im Hochbau.

Das Ingenieurbüro Leiser erstellt seit vielen Jahren sehr erfolgreich gewerkeübergreifende

Planungen unter Anwendung modernster computergestützter Simulationswerkzeuge.

Mit diesem Vortrag hat der AIV-A'burg einen Beitrag zur aktuellen Debatte in der

energetischen Gebäudeplanung in der Region Bayerischer Untermain geliefert.

Die Energetische Sanierung von Altbauten und den Neubauten nach den Regelungen

der geltenden Energieeinsparverordnung sind ein wichtiger Aspekt der Vereinsarbeit, vor dem

Hintergrund der Weiterbildung und der Baukultur in Stadt und Region.

 

 

 

Brückenbesichtigung durch den AIV-Aschaffenburg

Am Mittwoch den 26.09.2012 besichtigten AIV-Mitglieder und Freunde die neue Mainbrücke in

Klingenberg am Main. Wir wurden geführt und fachlich informiert aus erster Hand durch

Herrn Striegel vom staatlichen Bauamt sowie durch unseren stellvertretenden Vorsitzenden

Herrn Dr. Kempf. Nach ca. einer Stunde waren wir alle umfassend in Kenntnis gesetzt und

besichtigten gemeinsam das Weinbau- und Heimatmuseum. Dort erfuhren wir wissenswertes über die

Herstellung des Weines sowie den Tonabbau und den damit seinerzeit einhergehenden Wohlstand in

der Stadt. Derart informiert kehrten wir dann im gleichen Haus in den Gutsausschank der

Stadt Klingenberg ein. Bei gutem, reichhaltigem unterfränkischen Essen und Trinken, sowie

lebhaften Gesprächen klang der Abend dann aus.

 

 

Für weitere Informationen zum Brückenneubau in Klingenberg klicken Sie bitte hier.

 

 

 

 

Der AIV Aschaffenburg besucht die Firma Dreßler Bau GmbH

Auf dem Veranstaltungsprogramm des AIV Aschaffenburg  stand am 23. März 2012 eine Betriebsbesichtigung des Fertigteilwerks Stockstadt der Firma Dreßler Bau GmbH. Das 1913 gegründete Familienunternehmen ist Generalunternehmen für Industrie-, Gewerbe-, Verwaltungs- und Wohnungsbau. Unternehmensschwerpunkt ist das Schlüsselfertige Bauen. In Stockstadt betreibt die Firma Dreßler Bau ein eigenes Fertigungswerk für Beton-Bauteile für höchste Anforderungen. Mit der Sparte Architekturbeton liefert das Fertigteilwerk in Stockstadt Betonfertigteile für kreative Gestaltung anspruchsvoller Architekturprojekte. Der AIV Aschaffenburg konnte sich selbst ein Bild von der Produktion solcher Fassadenelemente in unterschiedlicher Oberflächenbearbeitung machen. Die Führung durch das Werk übernahm der Geschäftsführer Hubertus Dreßler persönlich. Ein einmaliges Projekt der Firma Dreßler Bau der jüngsten Zeit ist z.B. der Wiederaufbau des neuen Museums in Berlin  mit Architekturbetonfertigteilen.
Weitere Informationen zur Firma Dreßer unter www.dressler-bau.de

 

 

 

 

Besichtigung der Baumaßnahme A3-Autobahnbrücke Haseltal durch den AIV-Aschaffenburg

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt dann klicken Sie hier

 

 

 

 

Der Architekten- und Ingenieurverein Aschaffenburg e.V.

veranstaltete am 24.04.2018 das

2. Aschaffenburger Wohnungsbauforum

in der Hochschule Aschaffenburg  

Nach dem ersten erfolgreichen Aschaffenburger Wohnungsbauforum im November 2016 hatte der Architekten- und Ingenieurverein Aschaffenburg am 24.04.2018 erneut zu einem Forum in die Hochschule Aschaffenburg eingeladen.

Der Wohnungsmarkt der 70.000 Einwohner zählenden Stadt Aschaffenburg ist trotz steigender Baufertigstellungen und zahlreicher Projektentwicklungen angespannt. Die Bevölkerungsentwicklung des Oberzentrums verläuft sehr positiv, auch weil Aschaffenburg in der Metropolregion Frankfurt RheinMain hervorragende Zukunftschancen eingeräumt werden. Bilanz ziehen war daher eine zentrale Fragestellung des 2. Aschaffenburger Wohnungsbauforums. Rund 120 Teilnehmern aus allen Bereichen des Bauwesens, der Banken, sozialer Institutionen und der Politik diskutierten darüber, ob die Weichen für mehr bezahlbaren Wohnungsbau in der Stadt Aschaffenburg und der Region des Bayerischen Untermains richtig gestellt werden konnten. Das 2. Aschaffenburger Wohnungsbauforum diskutierte diese Fragestellung aus den Blickwinkeln der Projektentwicklung, des sozialen Wohnungsbaus, des Mietmarktes und aus der Perspektive der Immobilieneigentümer. Auf dem Podium saßen Herr Hellmut Metzing, MIB-Wohnbau Aschaffenburg GmbH Herr Jürgen Steinbach, Stadtbau Aschaffenburg GmbH Herr Marc Faust, Haus & Grundbesitzerverein Aschaffenburg (&Umgebung) e.V Herr Christof Walter, Deutscher Mieterbund Aschaffenburg und Umgebung e.V In einer kurzen Einführung des 1. Vorsitzenden des AIV Aschaffenburg und Stadtentwicklungsreferent der Stadt Aschaffenburg Herr Bernd Keßler machte er deutlich, dass wir uns im Wohnungsbau verstärkt den Schwellenhaushalten zuwenden müssen, denn diese Gruppe der Bevölkerung bekommt aufgrund der explodierenden Mieten und stark gestiegener Baukosten immer mehr Schwierigkeiten sich angemessen mit Wohnraum zu versorgen. Dirk Kleinerüschkamp, Vorstandsmitglied des AIV und Leiter des Stadtplanungsamtes Aschaffenburg stellte in seinem Einführungsvortrag bilanzierend fest, dass die in Aschaffenburg bereits in Bau und in Planung befindenden Projekte nicht ausreichen, den Wohnungsbedarf der Stadt bis 2030 zu decken. Er liegt bei ca. 4.000 erforderlichen neuen Wohnungen. Der Bereitstellung von Bauland und der Nachverdichtung muss daher höchste Priorität eingeräumt werden. Nicht vernachlässigt werden darf aber auch die Bestandspflege von bestehenden Quatieren in Aschaffenburg, die kostengünstige Wohnungen bieten. Die Bestandshalter insbesondere die Wohnungsbaugesellschaften müssen verstärkt in die Modernisierung und Wohnumfeldgestaltung investieren.

Die Moderation der Veranstaltung erfolgte durch Herrn Armin Eisert, dem früheren Geschäftsführer der IHK Aschaffenburg. Bei der lebhaften Diskussion der Podiumsteilnehmer wurden die stark steigenden Baulandpreise kritisiert. Flächenknappheit führt zu einem so starken Preiswettbewerb, der kostengünstigen Wohnungsbau oft nicht mehr möglich macht. Die Teilnehmer plädieren daher übereinstimmend für eine Reform der Bodenpolitk. Die Wohnungsfrage ist allerdings nicht ausschließlich eine Frage des Neubau. Der Bestandspflege muss künftig noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Mieterbund und Haus & Grund setzen sich daher für ein nachvollziehbares und justiziables Mietrecht ein. Am Ende der Veranstaltung wurde von den Anwesenden die Erklärung des AIV Aschaffenburg anlässlich des 2. Wohnungsbauforums gutgeheißen. Sie benennt Prinzipien und Ziele, von denen sich die TeilnehmerInnen eine Stärkung des Wohnungsbaus versprechen. Erklärung des AIV Aschaffenburg anlässlich des 2. Wohnungsbauforums

1. Es muss, vor allem in den Ballungsräumen, mehr und dichter gebaut werden. Aschaffenburg ist Bestandteil eines solchen Raumes

2. Es braucht eine größere Vielfalt an Wohnungen

3. Wohnungen für sogenannte Schwellenhaushalte müssen verstärkt gebaut werden

4. Die technischen und energetischen Vorgaben für den Wohnungsbau müssen für die nächsten 10 Jahre reduziert werden

5. Der Mieterschutz muss gelockert werden, damit Vermieten für private Vermieter attraktiv bleibt

6. Das Mietrecht muss für jedermann verständlich und durchschaubar sein

7. Das Bauland für bezahlbaren Mietwohnungsbau muss verbilligt werden. Das Erbbaurecht sollte wieder verstärkt zur Anwendung kommen

8. Das Wohnungsproblem kann nur mit einer veränderten Bodenpolitik gelöst werden. Es braucht öffentliche Bodenbevorratung und eine Grundsteuerreform, die verhindert, dass fertiges Bauland nicht genutzt wird.

Die Teilnehmer vom 2. Aschaffenburger Wohnungsbauforum

v.l.n.R: Bernd Keßler, Armin Eisert, Marc Faust, Christof Walter, Jürgen Steinbach, Hellmut Metzing

Bilanzziehen“ – Vortrag von Dirk Kleinerüschkamp